Startseite
Wer sind wir?
Veranstaltungen
Themen
Literatur
Links
Kontakt
Startseite
100 Jahre WILPF mehr PDF Drucken E-Mail

Die Gründung der Schweizer Sektion, Clara Ragaz 

Die Schweizer Sektion der WILPF (oder deutsch IFFF: Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit) gibt es bereits seit 1915. Sie zählte anfänglich vier, 1934 bereits 14 Ortsgruppen mit total etwa 600 Mitgliedern. Während des 2. Weltkriegs begannen sich aber ihre Reihen zu lichten, 1941 gab es noch sieben Gruppen. 

Führende Persönlichkeit war Clara Ragaz, Präsidentin der Schweizer Sektion von 1915 bis 1946, internationale Präsidentin auch während des 2. Weltkriegs. Ragaz gehörte, zusammen mit ihrem Mann Leonhard, der religiös-sozialen Bewegung an.

 

WILPF und Schweizer Geschichte

Die Akten der Schweizer Sektion, die im Sozialarchiv aufbewahrt werden, spiegeln ein Stück Schweizer Geschichte. Hier einige Beispiele aus der „Frühgeschichte“:

-      15. März 1921: Eingabe zugunsten der Schaffung eines Zivildienstes an den Bundesrat, 1922 nachgedoppelt durch eine Petition mit 40.000 Unterschriften an die Bundesversammlung

-      1932/33: Unterschriftensammlung für eine allgemeine und totale Abrüstung: Dem Völkerbundsrat werden 12 Millionen Unterschriften überreicht, davon 6 Millionen von der WILPF (311.000 von der Schweizer Sektion, obwohl die Sammlung von Presse, Parteien und Kirchen mehrheitlich bekämpft wurde)

-      1932: Brief der WILPF an den Bundesrat aus Protest gegen den Einsatz der Armee bei der Arbeiterdemonstration in Genf, wo 12 Demonstrierende getötet und über 60 verletzt wurden

-      1938: Schreiben an Bundesrat Baumann aus Protest gegen die Einführung des Judenstempels

-      1938-45 Kampf für Abrüstung, Presse-und Redefreiheit, Aufnahme von Flüchtlingen, ab 1943 Überlegungen zu einer Friedensordnung nach dem Krieg

Während die WILPF International bei der UNO und in vielen einzelnen Ländern durchgehend eine grosse Rolle spielt, ist die Schweizer Sektion zweimal aufgelöst, aber jeweils bald von jüngeren Frauen wiedergegründet worden.

WILPF und UNO

Als nichtstaatliche Organisation (NGO) ist die WILPF mit beratendem Status bei der UNO und ihren Unterorganisationen  in Genf, New York, Paris und Rom akkreditiert. Sie betreibt intensives Lobbying für Abrüstung, Frauenrechts- und Menschenrechtsanliegen. Die internationalen WILPF-Büros in Genf und New York koordinieren die Arbeit der 30 Sektionen weltweit.

Kongress 22.-25.4.2015

Am WILPF-internen ordentlichen Kongress in Den Haag werden die Delegierten aller Sektionen unter anderem ein „Manifest“ verabschieden, das in den Sektionen monatelang diskutiert worden ist.   

 
Weiter >